Kapverdische Inseln – Paradies vor der westafrikanischen Küste

Die Kapverdischen Inseln sind eine paradiesische Inselgruppe und liegen im Atlantik vor der westafrikanischen Küste. Sie bilden seit 1975 die unabhängige Inselrepublik Kap Verde und die vulkanischen Inseln sind ein ganz besonderes Ausflugsziel für jeden Afrikafan.

Kapverdische Inseln @ flickr IDS.photos

Die Inselrepublik Kap Verde besteht aus 15 Inseln, wovon neun bewohnt sind. Sie liegen im Atlantik vor der westafrikanischen Küste in der Höhe vom Senegal. Die Vegetation ist wegen der großen Hitze zum Teil halbwüstenähnlich und die Tierwelt eher artenarm. Die Kapverdischen Inseln bestechen aber besonders durch den unterschiedlichen Charakter der einzelnen Inseln. Die nördlichen Inseln werden durch Wüsten, vulkanisches Gestein und Gräser dominiert. Weiter südlich aber gibt es Palmen, Rosen, Bananenbäume und Mangroven.

Inselrepublik Kap Verde -  350 Sonnentage im Jahr

An 350 Sonnentagen genießt man das warme Wetter und lässt sich durch die frische Meerluft ein wenig kühlen. Die Inselrepublik Kap Verde hat mit 450.000 Einwohnern eine relative kleine aber multiethnische Bevölkerung. Auf den Kapverden können Töpfer- und Webarbeiten bewundert werden, die hier zum größten Teil noch in Handarbeit hergestellt werden. Nationalgericht der Inselgruppe ist die Cachupa. Ein Eintopf, der mit diversen Zutaten wie Zwiebeln, Mais, grünen Bananen, Süßkartoffeln, Kürbis, Maniok, Yams, Tomaten, Kohl und etwas Speck zubereitet wird.

Vulkankrater und Blaue Augen

Seit der Unabhängigkeit von Portugal im Jahre 1975 hat sich auf der Insel auch die Touristik entwickelt. Bis heute geht es dort aber sehr beschaulich zu – Ballermannatmosphäre sucht man hier zum Glück vergeblich. Dafür gibt es andere Sehenswürdigkeiten: Der Pico de Fogo ist ein 1,000 Meter hoher Vulkankrater, der imposant in den Himmel ragt. Das Olho Azul (dt.: Blaues Auge)  hingegen stellt sich zunächst nur als ein schwarzes Loch in der Vulkanerde dar. Um die Mittagszeit bricht sich dann aber das Sonnenlicht mit dem Wasser und lässt das Loch in den schönsten bläulichen Farben erscheinen. Daher rührt der Name – Blaues Auge.

Sklavenhandel und kreolische Kultur

Traurige Berühmtheit erlangte die Inselgruppe als Schauplatz des transatlantischen Sklavenhandels im 15. und 16. Jahrhundert. Die Portugiesen betrieben von hier aus ihre Geschäfte, denen die Inseln als Umschlags- und Versorgungsstation dienten. Durch das spätere Miteinander von Bevölkerung und Sklaven entstand eine kreolische Kultur, wie sie bis heute einzigartig ist auf der Welt.

Die Inselrepublik Kap Verde bietet mit ihrer beeindruckenden Landschaft, der interessanten Historie, ihrer Kultur und der Abgeschiedenheit ein ganz besonderes Stück Afrika.Similar Posts:

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