Kalahari – Die rote Wüste Südafrikas und das Okavango Delta

Kategorie Süden Afrikas // Keine Kommentare
12. Aug 2011

Alljährlich beobachtet man hier im Süden Afrikas das gleiche, atemberaubende Schauspiel: Wenn sich die Kalahari von absoluter Dürre am Okavango Delta in ein blühendes Paradies verwandelt. In den Kulissen aus „Wächter der Wüste“ nimmt die Natur ihren fantastischen Lauf.

Die Kalahari ist eine der wenigen Wüsten, die in ihren über 1 Million Quadratkilometern nicht nur brennende Sandwüste und trockene Steppe beherbergt, sondern ebenso ein paradiesisches Flussdelta, welches jedes Jahr wie von Zauberhand in der Wüste versickert, um dann aufs Neue die Kalahari zum Blühen zu bringen. Die Artenvielfalt und Vegetation der Kalahari ist einzigartig. Im Kgalagadi-Transfrontier-Nationalpark an der Grenze zu Namibia oder dem Central Kalahari Game Reserve werden Wüsten-Safaris angeboten. Doch das Binnendelta des Okavango ist die Perle der Kalahari.

Die Wüste Kalahari im Süden Afrikas

Die Kalahari erstreckt sich vom Oranje Fluss bis nach Angola, im Westen bis nach Namibia und im Osten über bis nach Zimbabwe. Auf 1,2 Millionen Quadratkilometern ähnelt die Landschaft zum größten Teil einer Trockensavanne, zeigt aber auch sandige Abschnitte und Feuchtgebiete am Okavango. Im Gegensatz zu der Wüste Namib an der Westküste Afrikas hat die Kalahari keine Wanderdünen mehr.

In der Kalahari ist die Niederschlagsrate zwar recht hoch, jedoch verdunstet der größte Teil des Regens sofort. Die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht gehen in der Kalahari von über 30 °C bis unter 0 °C. Neben zahlreichen Tieren wird diese Wüste von der ethnischen Gruppe San bevölkert. Diese gelten als die mögliche Wurzel der Menschheit.

Nationalparks in der Kalahari-Wüste

In der Kalahari gibt es neben dem Okavando-Delta einen Nationalpark und ein Reservoir. Zwar ist die Kalahari nicht so groß wie die Wüste Sahara, dennoch bleibt hier viel unberührte Natur als Rückzug für das Tierreich.

Der Nationalpark Kgalagadi-Transfrontier entstand durch die Zusammenlegung des Kalahari Gemsbok National Parks in Südafrika und des Gemsbok-Nationalparks von Botswana. Er ist bekannt durch die hohe Anzahl von prächtigen Löwen, die auf den 3,6 Millionen Hektar leben.

Im Central Kalahari Game Reserve gibt es vier versteinerte Flüsse, die Salztonebenen hinterlassen haben. Dennoch gibt es Vegetation mit Büschen, Gras und großen Bäumen.

Das Delta des Okavango in der Kalahari

Größte Attraktion der Kalahari-Wüste in Südafrika ist absurder Weise ein paradiesisches Feuchtgebiet: Das Okavango-Delta. Der Fluss Okavango bildet im Westen von Botswana mehrere Arme, um dann im Sande zu versickern. Dieses Delta ist mit über 20.000 Quadratkilometern eines der größten Feuchtgebiete ganz Afrikas.

Das besondere am Okavango-Delta ist, dass im Delta der höchste Wasserstand erreicht wird, wenn im Umland Trockenzeit herrscht. Über 1300 Pflanzenarten wurden hier identifiziert. Dieses Paradies in der Kalahari-Wüste hat viele Tierarten angezogen. Neben unzähligen Reptilien und Vögeln gibt es Flusspferde und Krokodile. Außerdem wandern viele Tiere an das Delta, um an Trinkwasser zu gelangen. Ausgesuchte Safaris bieten auch einen Ausflug an das Delta an.

Kalahari – Die rote Wüste Südafrikas und das Okavango Delta

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