Ärzte ohne Grenzen: Kampf gegen HIV und AIDS in Schwarzafrika

Zahlreiche Hilfsorganisationen versuchen Hilfe für die Menschen in Afrika zu leisten. Neben der Entwicklungshilfe, der Bekämpfung von Hunger sowie mangelnde Bildung spielt auch der gesundheitliche und hygienische Bereich eine entscheidende Rolle.

Vor allem HIV und AIDS sind auf dem afrikanischen Kontinent ein ernstzunehmendes Problem, das seit Jahrzehnten allgegenwärtig ist. Für zahlreiche Hilfsorganisationen wie UNICEF und Amnesty International handelt es sich hierbei um Probleme, denen es sich zu widmen gilt.

Eine besondere Rolle im Kampf gegen diese gefährliche Virus-Erkrankung spielt die Vereinigung Ärzte ohne Grenzen, welche meist ehrenamtlich in Ländern, in denen das Gesundheitssystem zusammengebrochen oder die medizinische Versorgung unzureichend ist, tätig wird.

AIDS – die häufigste Todesursache Afrikas

AIDS hat sich, nachdem in den frühen 70er-Jahren erste Infizierte registriert wurden, in den 80ern explosionsartig über Grenzen von Ländern und Kontinenten verbreitet. Man spricht heute von weltweit mehr als 33 Millionen HIV-Infizierten, von denen allein zwei Drittel südlich der Sahara auf dem afrikanischen Kontinent heimisch sind. AIDS gilt in Afrika als die häufigste Todesursache.

Infektionen vorbeugen

Auch wenn den Menschen durchaus bekannt ist, auf welchem Weg man sich mit dem HI-Virus infizieren kann, so ist es doch schwierig, die Einheimischen dazu zu bringen, dieses Wissen zu nutzen. Ärzte ohne Grenzen hat sich verschiedene Methoden zu nutze gemacht, um eine Prävention von AIDS zu realisieren.

So passt man Aufklärungsprogramme über “safer sex” an das kulturelle Umfeld an, bietet freiwillige HIV-Tests inklusive ausführlicher Beratung an oder behandelt HIV-positive, werdende Mütter mit Medikamenten, um die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung einer Infektion auf das Kind zu vermindern.

Ebenso wichtig ist es aber auch, Krankenhäuser vor Ort mit sterilem Material zu beliefern, damit man die Chance einer Übertragung von Krankheitserregern durch nicht sterile Spritzen oder OP-Besteck verringert.

Vorbilder belehren

Aber man setzt auch auf Strategien, die man im ersten Moment nicht hinter dem Begriff “Prävention” vermuten mag. So werden Informationsprogramme für Prostituierte ins Leben gerufen und lokale Vorbilder sowie Leitfiguren, denen jüngere Menschen gerne nacheifern, geschult.

Medikamentöse Hilfe bereitstellen

Personen, die bereits infiziert sind, kann man mittels Prävention keine Hilfe mehr geboten werden. Diese benötigen Hilfe durch Medikamente, um weiterhin zu überleben. Deswegen macht sich Ärzte ohne Grenzen schon länger dafür stark, HIV/AIDS-Patienten mittels antiretroviraler Behandlung zu helfen.

Hierbei ist der Einsatz der Organisation medizinisch sowie politisch. Beispielsweise wird gegenüber der Regierungen und Pharmaindustrie dafür gekämpft, dass HIV-Infizierte und AIDS-Patienten die Möglichkeit bekommen, Zugang zu kostengünstigen Medikamenten zu erhalten.

Dafür sei es laut Ärzte ohne Grenzen auch nötig, dass von den Industrienationen mehr Geld für den Kampf gegen diese tödliche Krankheit zur Verfügung gestellt wird.Similar Posts:

Kommentare
  1. Zelal

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